Beschützt und geborgen in einem Unikat aus Ton

Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen,

ich bin ich, ihr seid ihr.

Das, was ich für dich war, bin ich immer noch.  

 

                                      Fritz Reuter

 

Ich stelle von Hand aufgebaute Urnen in der alten japanischen Töpfertechnik "Raku" her. Raku bedeutet "Zuversicht und Freude", ist ein Spiel der Elemente Erde, Feuer, Luft und Wasser, dem Plan des Menschen überlegen.

Raku schafft Objekte voller Glanz mit schwarzen Schatten.            

 

 Aus Erde geformt  -  durch Feuer verwandelt  -  zur Erde zurück

 

Raku ist für mich nicht nur Mittel zum Erreichen eines künstlerisch-ästhetischen Ergebnisses, Raku ist ein Weg, der Unvorhersehbares in Kauf nimmt und scheinbar Unvollkommenes der Perfektion vorzieht.

Über mehrere Millionen von Jahren reift Erde zu formbarem Ton, bis dieser von Menschenhand zu einem Gefäß gestaltet wird. Der Künstler übergibt es anschließend dem Feuer und holt es bei 950 Grad  glühend aus dem Ofen. Luft und Wasser schrecken es ab und bilden ein netzartiges Krakelee. In Sägemehl oder Laub fängt das Gefäß erneut Feuer.

Der Tanz der Flammen schafft ein Unikat mit schillernden Farben oder schwarzen Schatten, unverwechselbar wie jedes Leben.

 

 

Urnen - eine Auswahl

Symbole der Hoffnung - das Ei und das Samenkorn

Gedanken zur Form

 

Für viele meiner Urnen wähle ich die Form des Eies, andere ähneln Samenkörnern oder Samenkapseln

In fast allen Kulturen lässt sich die tiefgreifende Symbolik des Eies bis weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Ob als "Weltenei" der Inder, nach deren Vorstellung ein goldenes Ei auf den Wassern der Urozeane schwamm, und aus dem Brahma, der Schöpfer der Welt, hervorkam, oder das "Weltenei", aus dem bei den Griechen der Gott Dionysos entsprang, von dem die Sterblichen wie die Unsterblichen abstammen. Antike Tempel des Jupiter sind oft mit langen Reihen von Ei-Ornamenten verziert.

Die alten Ägypter verehrten das "Sonnenei" , "das Ei, dem Leben gegeben ist unter den Göttern" , und in der Kosmologie ist das Ei das Symbol der Einheit des Universums.

An Ostern, dem ältesten und höchsten Fest des Christentums, spielt  bis heute das Ei eine besondere Rolle als Symbol der Auferstehung. Es ist Sinnbild für das Leben und die Fruchtbarkeit, aber auch Symbol für die Wiedergeburt und die Unendlichkeit.

Wie das Ei hat auch das Samenkorn eine harte Hülle.Auch in ihm steckt ein Universum voller Leben, es ist Symbol für den Anfang allen Lebens, der Wandlung und der Hoffnung.

Ich verstehe alle meine Urnen als Symbol der Hoffnung und des Neubeginns.

Aus der Erfahrung vieler Trauernder, die oft erschrocken über die geringe Größe und das leichte Gewicht industrieller Urnen sind, arbeite ich bewusst optisch größer wirkendere und etwas schwerere Urnen. Ich versuche, dem materiell  Wenigen, was vom geliebten Menschen bleibt, Würde, Raum und Gewicht zu verleihen.

Für den Verstorbenen ist die Urne die letzte Wohnung, für die Angehörigen bleibt sie der letzte Eindruck, der im Gedächtnis bleibt. 

Den verstorbenen Menschen in einem unverwechselbaren Unikat bewahrt und geborgen zu wissen, ist tröstlich. Deshalb beantwortet sich die oft gestellte Frage: "Ist eine so besondere Urne nicht eigentlich zu schade zum Begraben?"  für mich von selbst.

 

Die abgebildeten Urnen sind sogenannte "Überurnen". In diese Schmuckurnen werden die genormten Aschenkapseln der Krematorien eingesetzt.In die kleinen Urnen können Seidenbeutel zur Aufnahme der Asche eingesetzt werden. Alle Urnen haben Absenkbänder und sind mit feiner Lammwolle ausgekleidet. Hinsichtlich Größe und Beschaffenheit entsprechen sie den Bestimmungen.Der Raku-Niedrigbrand gewährleistet die vorgeschriebene Vergänglichkeit des Materials. 

 

Auch für Friedwälder ist der Rakubrand geeignet. Ich brenne für diese Urnen noch niedriger. Urnen für den Ruhewald in Oberried bei Freiburg mit einem Durchmesser von 220 mm sind in Arbeit.

 

Preise ab 250 Euro.

Gerne fertige ich auch Urnen nach Ihren persönlichen Vorstellungen an.

Auch das geliebte Tier darf seinen letzten Ort in einem Unikat bekommen. 

 

Oder: 

Möchten Sie vielleicht  eine Urne selber herstellen oder durch Bemalen, Beschriften, Bekleben dekorieren? Mit Ihrem Partner könnten Sie vielleicht Ihre Partner- oder Familienurne kreieren. Durch dieses aktive schöpferische Tun könnte der Weg zu einem angstfreien offenen Umgang mit dem Thema Tod frei gemacht werden.Es könnte sicher ein heilsames Element eines  aktiven  Abschieds- und Trauerprozesses sein.

Schauen Sie sich meine  Seite "Urne-selbst-gestalten" an.

 

  

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Irmgard Bausch , Oktober 2011